Analysen

Zukunft: Menschlichkeit

Rund 200 Menschen trafen sich nahe Frankfurt zum Kongress «Zukunft: Menschlichkeit». Es ging um Corona-Aufarbeitung, Menschenrechte und Freiheit – und für mich um die Frage, was von zwei intensiven Tagen bleibt, wenn alle wieder nach Hause fahren.

Zwei Hände formen ein Herz über einer Podiumsdiskussion vor Publikum. Zu sehen sind außerdem eine Statue mit Waage, eine Taube über einer Stadt, sechs Männerporträts und Holzklötze mit Symbolen.
Symbolbild erstellt mit KI-Werkzeug

Vergangenes Wochenende trafen sich rund 200 Menschen in der Nähe von Frankfurt auf einem Menschenrechtskongress unter dem Motto "Zukunft: Menschlichkeit".

Es waren 2 intensive Tage mit Vorträgen, Austausch und Vernetzung. Die Corona-Aufarbeitung stand im Zentrum, im Zusammenhang mit den Themen Menschenrechte und individuelle Freiheit.

Das Defilee der Redner war eindrucksvoll, neben Tom Lausen sprachen Prof. Dr. jur. Martin Schwab, Ralf Ludwig, Dr. Alexander Christ, der Schweizer Anwalt Claudio Zanetti und weitere.

Ausserdem gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema Menschlichkeit, mit Walter von Rossum, Tom Lausen,

Dr. Alexander Christ und Prof. Schwab.

Tom Lausen berichtete über neue Erkenntnisse zu Bergamo und Madrid, wo während der Corona-Zeit Menschen in den Alten- und Pflegeheimen vom Personal alleingelassen wurden, die aufgrund einer Ankündigung des Lockdowns flüchteten. Er stellte heraus, dass dies und damit die Lockdowns massgeblich an den beiden alleinstehenden statistischen Spitzen zu den Todesfällen in beiden Städten verantwortlich waren. Die Auswirkung auf die Todesfallrate der Lockdowns sei ein wichtiges Thema, das man weiter untersuchen müsse.

Ausserdem berichtete er in seinem ihm eigenen trockenen Humor über seine Erlebnisse in der Enquete-Kommission im Bundestag, der er ja seit Kurzem angehört. Sein Vortrag zeigte einmal mehr sein unglaubliches Wissen um Zahlen und Statistiken und war ein weiterer Beleg, wie wichtig er und seine nüchtern-sachliche Herangehensweise an die brennenden Thema in Sachen Corona-Aufarbeitung ist und weiter bleiben.

Prof. Dr. jur. Martin Schwab thematisierte aktuelle Gefahren und Angriffe für die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland und sprach über den Ist-Zustand der Justiz.

Er verwendete bei seiner Argumentation Auszüge aus dem aktuellen Koalitionsvertrag und zeigte auf, was dort bereits in Sachen Zensur, Überwachung geplant sei - Fakten, die an den meisten Bürgern mit Sicherheit vorbeigegangen sein dürften. Und auch wenn der Ausblick zunächst düster erschien wurde im weiteren Verlauf des Vortrags klar, dass es bereits eine Reihe an Bemühungen gibt, negative Entwicklungen auf juristischem Weg einzudämmen.

Ralf Ludwig wies in seinem Vortrag "Freiheit beginnt mit Nein" darauf hin, dass es in verschiedenen Bundesländern die Möglichkeit gibt, die Landesverfassungen dahingehend zu verändern, dass eine direkte Bürgerbeteiligung und eine direktere Demokratie möglich würde.

Dr. Alexander Christ näherte sich dem Thema Menschlichkeit auf einer philosphischeren Ebene und Claudio Zanetti führte mit Schweizer Humor gespickt durch die Geschichte der Menschenrechte.

Walter von Rossum fand sich als Überraschungsgast beim Podium wieder, ja, er war selbst auch überrascht, denn als seine Anwesenheit entdeckt wurde bat man den altgedienten Journalisten-Kollegen (ehemals NDR, jetzt Rubikom, Manova und Kontrafunk) auf die Bühne. Er enttäuschte nicht, sondern brachte wertvolle Beiträge in die Diskussion mit ein.

Ein weiteres besonderes Highlight war die Verleihung des Menschenrechtspreises 2025 an Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi, den die Mitglieder in den Wochen davor gewählt hatten. Es gab einen sehr langen, stehenden Applaus für ihn und das im Anschluss abgespielte Grussvideo von ihm war nicht minder rührend.

Einen weiteren Preis erhielt Richter Christian Dettmer.

Es war sehr gut all diese Menschen zu sehen und sich mit ihnen auszutauschen. Es hat Mut gemacht und gab Antrieb sich weiter für Freiheit und Menschenrechte einzusetzen.

Ich selbst hatte auch zwei Redebeiträge, wobei mir persönlich meine Auftakt-Rede für den Kongress wirklich eine Herzensangelegenheit war.

Die Vorbereitung auf den Kongress war anstrengend, die beiden Tage kraftzehrend und ich bin immer noch ein bisschen müde, jetzt wo die Anspannung abgefallen ist. Und es gibt ja noch einiges nachzubereiten. Aber bei dem Feedback, das die Teilnehmer hinterlassen haben war es das alles uneingeschränkt wert.

Ich hatte ja einen Livestream versprochen, kann leider aber aus Termingründen noch nicht nennen, wann der stattfindet. Ich kündige den dann in einem eigenen Beitrag an. Da könnt Ihr dann weitergehende Fragen zu diesem Wochenende stellen, wenn Ihr mögt.

Weiterführende Links

Hier eine kurze Zusammenfassung:

https://www.youtube.com/watch?v=k5BfJRg4Z6E

Mehr dazu kann man auf Telegram erfahren:

https://t.me/ZAAVV2021

Dort kommen auch nach und nach weitere Videos von den Vorträgen.

Bis später.

Weitere Artikel entdecken →
Artikel weiterempfehlen
DEINE STIMME GEHÖRT DAZU

Lass uns darüber sprechen.

0 Beiträge

Was denkst du über diesen Artikel? Teile deine Perspektive und komm mit anderen ins Gespräch.

Hier bleiben wir verbunden.

Mit einem kostenlosen Konto kannst du kommentieren und antworten. Gern mit deinem bekannten Facebook-Namen.

Ein guter Austausch beginnt mit einem Gedanken.

Hier ist noch Platz für den ersten Beitrag.