Überwachungstool geleaked
Ein LinkedIn-Selfie zeigt offenbar die Oberfläche der Spyware Graphite. Die sichtbaren Menüs geben einen seltenen Einblick, welche Daten ins Visier geraten können – und warum selbst verschlüsselte Messenger offenbar nicht vor neugierigen Blicken schützen.

In einem unvorsichtigen Moment haben zwei Selbstdarsteller in einem LinkedIn-Selfie die Benutzeroberfläche der Spyware Graphite der Firma Paragon veröffentlicht, die vor allem von Regierungen und jenen eingesetzt werden, die das Geld dafür aufbringen.
Eingesetzt wird sie um Aktivisten, Journalisten, Politiker und Oppositionelle zu überwachen.
Analysiert man die gezeigte Benutzerführung, so ist zu erkennen, dass die Software über die Telefonnummer den Zugriff auf wesentliche Teile der Privatsphäre erlangt.
Alle Kontakte, Bilder, welche Kommunikationsapps auf dem Telefon sind können abgefangen und exportiert werden. Dies lässt sich auch von manuell auf automatisch einstellen mit vorgegebenem Zeitintervall.
- Brisant -
Die App lässt offenbar auch den Zugriff auf vermeintlich "verschlüsselte" Kommunikation zu.
So sind explizit die Apps WhatsApp, Telegram, Signal, Snapchat und TikTok zu sehen, sowie dem Anschein nach auch SMS, LinkedIn, FB Messenger und Instagram. Zu diesen Apps sind mit Empfänger bzw Absender und deren Telefonnummern alle Nachrichten bequem in einem eigenen dafür vorgesehenen Feld der Oberfläche chronologisch geordnet.
- Aktualität -
Der Screenshot legt nahe, dass das die aktuellste Version der Software ist, die gezeigte Telefonnummer ist von einer "Valentina" aus Tschechien, die mit Datum 10.02.2026 um 09:17 Uhr übernommen wurde.
Geahnt haben das sicher schon viele. Jetzt ist es Gewissheit.
Ob die beiden Damen ihren Job behalten durften ist bislang unbekannt.
Bis später.
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