Analysen

Schlechte Nachrichten für Morderna:

Modernas mRNA-Grippeimpfstoff kommt bei der FDA vorerst nicht einmal in die Prüfung. Der Streit dreht sich um den Vergleichsimpfstoff in einer Studie – und um die Frage, warum die Behörde ein laut Moderna zuvor abgestimmtes Studiendesign nun zurückweist.

Montage mit Moderna- und FDA-Schriftzügen, einer Impfstoffflasche und einer Spritze. Auf Dokumenten steht „REFUSAL TO FILE“; daneben sind eine durchgestrichene Flasche und eine fallende Kurve zu sehen.
Symbolbild erstellt mit KI-Werkzeug

Schlechte Nachrichten für Morderna:

- FDA lässt mRNA-Grippeimpfstoff nicht einmal zur Prüfung zu -

Die US-Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat den Zulassungsantrag für Modernas mRNA-Grippeimpfstoff mRNA-1010 nicht einmal zur Prüfung zugelassen. In einem sogenannten „Refusal-to-File“-Schreiben vom Februar 2026 weist die Behörde den Antrag wegen Mängeln im Studiendesign zurück.

Kern der Kritik: Moderna testete seinen Impfstoff in der Phase-3-Studie gegen einen herkömmlichen Standard-Grippeimpfstoff. Die FDA verlangt jedoch einen Vergleich mit einem hochdosierten Impfstoff, der insbesondere für ältere Menschen als „Best Standard of Care“ gilt.

Laut Moderna hat die Behörde keine Sicherheits- oder Wirksamkeitsbedenken geäussert. Es geht ausschliesslich um formale Anforderungen an das Studiendesign.

Brisant wird es politisch. Moderna-Chef Stéphane Bancel spricht von einer inkonsistenten Entscheidung – das Studiendesign sei 18 Monate zuvor mit der FDA abgestimmt worden. Beobachter sehen im Hintergrund eine verschärfte Regulierung unter der neuen US-Regierung und Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr..

Moderna will nun das Gespräch mit der FDA suchen. In der EU, Kanada und Australien läuft das Zulassungsverfahren weiter.

Die Börse reagierte prompt: Die Aktie von Moderna geriet deutlich unter Druck.

Bis später.

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