Recherche: Oreshnik, die zweite
Russland soll zum zweiten Mal eine Oreshnik-Rakete eingesetzt haben, diesmal bei Lwiw nahe der polnischen Grenze. Was ist über den Angriff bekannt, was noch offen? Und was bedeutet er für Europas Pläne, Truppen in die Ukraine zu schicken?

Ich notiere hier mal, was mir aus dem ganzen Lärm am nächsten an der Wahrheit und am Plausibelsten erscheint.
Russland hat wie weiter unten schon erwähnt zum zweiten Mal eine sogenannte Oreshnik-Rakete eingesetzt. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie mehrere Sprengköpfe trägt und derzeit durch die extrem hohe Geschwindigkeit nicht abgefangen werden kann.
Sie kann auch nukleare Sprengköpfe tragen.
Gestartet wurde sie offenbar tief auf russischem Staatsgebiet, wahrscheinlich Kapustin Jar. Sie hat in rund 15 Minuten mehrere hundert Kilometer Strecke überbrückt.
Es gab keinen Luftalarm und keine erkennbare Abwehrbemühungen. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Russland über eingerichtete Kanäle die USA über einen kommenden Angriff informiert hatte um eine Verwechslung mit einem möglichen Nuklearschlag zu vermeiden.
Die Waffe ist seit 2025 in Serienproduktion.
Getroffen wurde direkt an der polnischen Grenze in Lwiw ein sehr grosses Gaslager, das in etwa die Hälfte der gesamten ukrainischen Reserven beherbergt hat. Einer Quelle zufolge werden damit auch europäische Speicher gespeist.
Russland hat mit dem Einsatz einen Wirkungstreffer erzielt, der sich bereits - gemeinsam mit parallel verlaufenden Angriffen mit konventionelleren Waffen zur gleichen Zeit - deutlich zeigt.
Das Parlament in Kiew war zeitweise betroffen, grössere Städte wie Kiew, Dnipro, Odessa und andere sind teilweise oder vollständig ohen Strom, Wasser und/oder Heizung. Hafeninfrastruktur wurde schwer beschädigt, die Industrie kommt weitläufig zum Erliegen.
Der Angriff zeigt, dass Russland problemlos die von Europa ins Spiel gebrachten Truppen auch dann erreicht, wenn sie im Westen der Ukraine sind. Bei grenznäheren Abschüssen praktisch ohne jede Vorwarnzeit. Während sich Paris (Macron) und London (Starmer) nach aussen hin von diesem Warnsignal unbeeindruckt gezeigt haben wird Kanzler Merz so wiedergegeben, dass eine Stationierung von europäischen Truppen in der Ukraine ohne Zustimmung Russlands faktisch nicht möglich sei.
Krieg bedeutet Leid, vergessen wir vor allem nicht die leidtragende Bevölkerung - und wirken wir auf jene Politiker ein, die nach wie vor zeigen, dass sie eine Verlängerung des Krieges einer diplomatischen Lösung bevorzugen.
Das sind derzeit leider vor allem die der EU.
Bis später.
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