Analysen

Phänomenbereich „verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“

In Hamburg verschwindet das Etikett «Delegitimierung des Staates». An seine Stelle tritt «verschwörungsideologischer Extremismus» – aber wird damit wirklich klarer, wo Kritik aufhört und Extremismus beginnt?

Vor einem Fluss mit Gebäuden und Menschen steht ein Mülleimer mit dem Anhänger „Delegitimierung des Staates“. Ein weißer Pfeil zeigt auf einen zweiten Anhänger mit der Aufschrift „Verschwörungsideologischer Extremismus“.
Symbolbild erstellt mit KI-Werkzeug

Wenn der Staat anfängt, schwammige Begriffe zu erfinden, um „falsches Denken“ zu katalogisieren, wird es heikel.

Die Kategorie „Delegitimierung des Staates“ war genau so ein Gummiparagraph – dehnbar, politisch aufladbar, perfekt geeignet, um unbequeme Kritiker in die Extremismus-Ecke zu schieben.

Jetzt wird das Etikett in Hamburg zwar still beerdigt – aber nur, um es unter neuem Namen weiterzuführen.

Problem nicht gelöst, nur umetikettiert.

Jetzt heisst es "verschwörungsideologischer Extremismus".

Eine Demokratie, die Kritik pathologisiert statt aushält, hat kein Ordnungs-, sondern ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Artikel: https://www.welt.de/.../delegitimierung-des-staates...

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Bis später.

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