Analysen

Nachtrag: Chipnot für die Autoindustrie, Nexperia

Erst fehlten der deutschen Autoindustrie Chips, jetzt machen die Niederlande bei Nexperia einen Rückzieher. Ich frage mich, was dieser Fall über die veränderten Machtverhältnisse verrät – und wer für den Schaden geradesteht.

Eine erhobene Hand, niederländische und chinesische Flaggen, ein Chip mit der Aufschrift „nexperia“ und ein Dokument mit rotem Kreuz. Daneben sind eine vernetzte Weltkugel und Autos auf einem Fließband zu sehen.
Symbolbild erstellt mit KI-Werkzeug

Ich hatte vor ein paar Tagen einen Bericht geschrieben in dem ich den Artikeln über einen Chipmangel der deutschen Autoindustrie ein wenig mehr Kontext beifügte.

Die Niederlande hatten ein chinesisches Unternehmen zwangsverstaatlicht, das in Europa alle möglichen wichtigen Computerchips, unter anderem für die Auto-Industrie liefert.

China hatte daraufhin die ehemalige Tochterfirma nicht mehr beliefert, so kam es zu einem spontanen Unterbruch in der Lieferkette. Dieser sorgte dann in Deutschland für Stillstand im Autobau.

Jetzt kommt Bewegung in die Angelegenheit:

Die Niederlande haben die Verstaatlichung komplett zurückgenommen und selbst das Gesetz, das dafür geschaffen wurde wieder eingestampft.

Nexperia ist wieder in chinesischer Hand.

Ich denke auch anhand dieses Beispiels sehen wir, dass der Wertewesten mit seinen Mafia-Methoden nicht mehr davon kommt, weil sich das Machtgefüge auf der Welt eben entscheidend verändert hat.

Das allerdings ist schlecht für uns und gut für die anderen.

Diejenigen, die das alles in Schutt und Asche legen werden sich dafür aber wohl kaum irgendwann dafür zu verantworten haben.

Und das trotz der unglaublichen Grössenordnung an Schaden, den sie verursacht haben.

Bis später.

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