Technologie

KI-Videos: Es ist soweit!

Ein Foto, ein paar Zeilen Text – und daraus wird ein Werbeclip, der wie eine teure Produktion aussieht. Genau solche Beispiele kursieren zu Bytedances angekündigtem Videomodell Seedance 2.0. Beeindruckend ist das schon. Aber kann man solchen Bildern noch trauen?

Eine Frau hält ein Cremedöschen in die Kamera und zeigt darauf. Neben der Kamera sind eine Videovorschau und eingeblendete Symbole für Porträt, Cremedose, Text und Gehirn zu sehen.
Symbolbild erstellt mit KI-Werkzeug

Aus China wird ein KI-Modell angekündigt, das Videos erzeugt, namens Seedance 2.0. Es kommt von Bytedance, der Firma hinter TikTok.

Einige Influencer hatten schon vorab Zugang und es gibt eine ganze Reihe von Mustern im Netz.

Dieses Modell wird jetzt wohl der vermutete/befürchtete Quantensprung sein, was das Erzeugen von KI-Videos betrifft.

Die Qualität ist beeindruckend bis verstörend gut und mit nichts zu vergleichen, was aktuell schon verfügbar ist.

Vor allem bemerkenswert aber ist die Art, welche Vorgaben akzeptiert werden, von Text über Tonspur, über erster Frame/letzer Frame, über eine Seites eines gezeichneten Cartoons bis zu ganzen Videoclips, aus denen Kamerafahrten oder Bewegungen übernommen werden.

Zeichentrick oder fotorealistisch, Lippensynchronisierung, Toneffekte, Special Effects -alles inklusive. So gut wie keine Lernkurve bei der Anwendung.

Stand jetzt kann man voll vertonte Clips bis zu 15 Sekunden erzeugen, bei Kosten von 1 Euro per Clip.

Beispiel: Ein Foto einer jungen Frau(A), ein Foto von einem Produkt für Gesichtspflege(B), ein Text wie "Erstelle aus A ein Werbevideo, das die Frau als Influencerin zeigt, die das Produkt B verwendet und erklärt, welche Vorteile es hat. Das Video soll den typischen Stil von Influencervideos haben". Ausgabe: Ein voll vertontes Video, mit Schnitten und Kamera-Zooms auf Gesicht und Produkt, und mit dem blossen Auge so gut wie nicht von einer teuren Videoproduktion zu unterscheiden.

Ein Traum für ambitionierte Filmemacher, die ihre Filme nie wahr werden lassen konnten.

Eine Herausforderung für alle, die davor noch ihren Augen trauen wollten.

Ein Alptraum für Hollywood und Co.

Die Veröffentlichung ist noch diesen Monat geplant, Zugang über verschiedene bezahlte Plattformen entsprechend noch im Februar für alle weltweit. Das ist dann auch der Moment, ab dem das Internet mit Material geflutet werden dürfte.

Das ist ein Wendepunkt. Und zwar ein wirklicher.

Bis später.

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