Kerosin zu teuer: Der Vogel lässt Federn
Die Lufthansa zieht bei CityLine früher als geplant den Stecker. Kerosinpreise, Streiks, hohe Kosten – so lautet die Begründung. Doch auch die Hauptmarke schrumpft, und für rund 2.000 Beschäftigte steht plötzlich viel auf dem Spiel.

Das kam schneller – und härter – als erwartet.
Die Lufthansa zieht bei ihrer Regionaltochter Lufthansa CityLine den Stecker. Sofort. Ohne Übergang.
Was ursprünglich erst für 2028 geplant war, passiert jetzt innerhalb von Tagen. 27 Flugzeuge gehen aus dem Betrieb.
Rund 2.000 Jobs stehen plötzlich im Raum.
Die offizielle Begründung liest sich nüchtern:
- gestiegene Kerosinpreise
- Streiks im Konzern
- hohe Betriebskosten
Die Realität dahinter ist klarer:
Ein Geschäftsmodell bricht gerade weg.
CityLine war nie glamourös, aber zentral für das System. Zubringer, Taktgeber, Verbindungsglied. Genau diese Struktur wird jetzt gekappt. Und es bleibt nicht dabei.
Auch die Hauptmarke wird heruntergefahren:
- ältere Langstreckenjets werden aussortiert
- weniger Flugzeuge im Umlauf
- kleinere Flugpläne ab Winter
Der Druck kommt von mehreren Seiten gleichzeitig:
Energiepreise steigen weiter, geopolitische Konflikte belasten Routen und Kosten, Streiks verschärfen die Lage intern
Der Iran-Konflikt wirkt dabei wie ein Brandbeschleuniger für eine Branche, die ohnehin am Limit operiert.
Die Gewerkschaft UFO reagiert entsprechend:
Sie spricht von einem „offenen Krieg“ gegen die eigenen Leute.
Und tatsächlich – für viele Beschäftigte fühlt es sich genau so an:
Von heute auf morgen wird ein kompletter Bereich dichtgemacht.
Die Luft wird dünner für den Vogel und seine Mitarbeiter.
Bis später.
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