Epstein: Zwischenstopp
In der Epstein-Affäre kursieren nicht nur Fälschungen, sondern auch alte Fotos, die verdächtig gut ins Bild passen. Selbst Konten, denen man sonst vertraut, fallen darauf herein. Wie lässt sich prüfen, was echt ist – und sind beim US-Justizministerium tatsächlich Dokumente verschwunden?

Was derzeit so auffällt bei der Epstein-Affäre ist, dass bestimmte Parteien mit bewusst gestreuten Falschinformationen vergiften.
Dabei geht es gar nicht nur um KI-Bilder, oder tatsächlich gefälschte Dokumente, sondern es werden auch alte Fotos dazwischen gemischt, die von der Optik her passen.
Ärgerlich ist dabei, das selbst prominente deutsche Konten, die eigentlich recht zuverlässig Themen wie Corona verarbeitet haben teilweise auf diese Fälschungen hereinfallen.
Will man sichergehen, dass man nicht auf solche Dinge hereinfällt, sollte man entweder
- direkt bei der Quelle nachsehen, das ist das U.S. Department of Justice (DOJ) -
- sofern die Dokumentnummern angezeigt werden über diese verifizieren, ob die Dokumente dort liegen.
Eine Dokument-Nummer beginnt mit der Kennung "EFTA" gefolgt von einer laufenden Nummer und der Dateiendung.
Leider scheint es sich zu bewahrheiten, dass das DOJ nachträglich bestimmte Dokumente wieder vom Netz genommen hat, Kritiker stellen fest, dass auffällig viele dabei sind, die mit Donald Trump in Verbindung stünden.
Die Files selbst sind auch bei uns problemlos abrufbar.
Nach Wegklicken der Botsicherung und Altersbestätigung (man muss über 18 Jahre alt sein) - auch ein Klick kann man entweder über eine Suchmaschine arbeiten
https://www.justice.gov/epstein
oder die Einzeldokumente in Datensätzen abrufen:
https://www.justice.gov/epstein/doj-disclosures
Die Dokumentnummern sind auf den Originalen immer irgendwo auf dem Dokument zu sehen und funktionieren in der Suchmaschine auch als Suchkriterium. Fehlt diese Dokument-Nummer bei online verteilten Screenshots ist grundsätzlich Vorsicht geboten, auch wenn das nicht durchgehend bedeutet, dass diese unecht sind. Allerdings lohnt es sich, die EFTA-Nummer auf der DOJ einzugeben, bevor man Dokumente selbst verteilt, denn es gibt wohl tatsächlich auch Fälschungen, auf der eine Nummer angebracht ist.
Bis später.
Weitere Artikel entdecken →