Der Friedensnobel-Preis ist vergeben. Trump geht leer aus.
Donald Trump geht leer aus, María Corina Machado erhält den Friedensnobelpreis. Die Wahl der venezolanischen Oppositionsführerin fällt in eine Zeit, in der die USA vor Venezuelas Küste militärisch Druck machen. Ehrt Oslo damit nur ihren Einsatz – oder sendet es auch ein politisches Signal?

Obwohl mehrere namhafte Politiker von Weltformat US-Präsident Donald J. Trump als Empfänger des diesjährigen Friedensnobelpreises vorgeschlagen hatten ging er dieses Mal leer aus.
Stattdessen informierte der Direktor des norwegischen Nobel-Instituts, Kristian Berg Harpviken in einem aufgezeichneten, merkwürdig emotionalen Telefonat, in dem er mehrfach mit den Tränen zu kämpfen schien - Maria Corina Machado - , dass sie kurze Zeit später als Preisträgerin ernannt wird.
Maria Machado dürfte den meisten nicht geläufig sein.
In jedem Fall ist ihre Auszeichnung für viele überraschend gekommen.
Sie ist eine Oppositionsführerin in Venezuela und wurde von der Präsidentschaftswahl schon 2023 ausgeschlossen, weshalb sie bei angeblich guten Erfolgschancen nicht gegen Nicolás Maduro antreten konnte, der dann zu Beginn 2025 erneut als Präsident vereidigt wurde.
Dass zu einer Zeit, in der die USA eine beträchtliche Drohkulisse an Militärgerät vor der Küste Venezuelas auflaufen liessen die Opposition durch einen solchen Preis gestärkt wird kommt merkwürdig vor.
Bemerkenswert bleibt, dass die Industriellen-Tochter - sehr ähnlich Juan Guaidó, einer weiteren illustren Persönlichkeit Venezuelas, in den USA an einem Programm für globale Führungskräfte teilgenommen hatte. Einige politische Kommentatoren vermuten hinter diesen Programmen von langer Hand vorbereitete Massnahmen der Einflussnahme in anderen Ländern bis hin zum Aufbau von Druck, der zum Regimechange führen soll.
Guaidó z.B. hatte sich 2019 zum Präsidenten Venezuelas erklärt, was von den USA rasch bestätigt wurde, die den seit 2013 im Amt befindlichen Präsidenten Maduro schon länger loswerden wollten.
Gestützt wird die Opposition gegenüber dem Sozialisten Maduro im Land durch reiche Industrielle. Machados Nähe zu Guaidó war dann auch einer der Gründe für das 15-jährige Verbot der Übernahme von politischen Ämtern, dies neben angeblicher Korruption.
Maria Machado reiht sich jetzt in eine lange Reihe von Friedensnobelpreisträgern ein, in der immer wieder der Eindruck entsteht, dass es nicht unbedingt alleine um den Einsatz für den Frieden geht, sondern in letzter Zeit immer wieder durchaus auch um die Einflussnahme ins Weltgeschehen durch politische Signale aus Norwegen durch deren Friedensnobelpreis-Komitee.
Weiterführende Links
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Friedensnobelpreistr%C3%A4ger
Bis später.
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