"Deny, Delay, Depose"
Ein Gericht entscheidet, dass die Allianz einen Schaden von rund drei Millionen Euro bezahlen muss. Mein Interviewpartner sagt: Bis heute sei kein Cent geflossen, stattdessen folgten weitere Prozesse. Nun will er sich gegen diese Praxis wehren.

Gerichte werden zur Sparmassnahme für Versicherungen degradiert
Er hat einen Schaden über rund 3 Millionen Euro.
Einige Fabrikhallen brennen ab, der Verursacher ist bei der ALLIANZ Versicherungs AG versichert.
Nach einigem Hin und Her entscheidet ein Gericht, dass die Versicherung den Schaden bezahlen muss.
Doch anstatt einer Überweisung überzieht ihn die Versicherungsgesellschaft mit teuren Prozessen, die auf dem Weg noch nach allen Regeln der Kunst verzögert werden.
Gezahlt wurde bis heute, mehrere Jahre nach dem Versicherungsfall genau: NULL.
Früher war der Versicherungsgedanke einmal, dass Menschen in einen grossen Topf einbezahlen, und wenn sie einen Schaden haben wird dieser aus dem grossen Topf beglichen.
Heute ist der Versicherungsgedanke ein anderer:
Die Gesellschaft ist den Aktionären gegenüber verpflichtet, die Schaden-Zahlungen so gering wir möglich zu halten, um für die Aktionäre keinen Schaden zu verursachen.
Mein Interview-Partner berichtet über seine Geschichte mit der ALLIANZ, und kündigt aber eine Kampagne an, wie dieses unsägliche amerikanische Modell unter dem Leitsatz "Deny, Delay, Depose" - zu deutsch: "Leugnen, hinauszögern, beseitigen" in Deutschland wieder abgeschafft werden soll.
Mitmachen?
Sollte jemand jemand kennen, der einen grösseren Schaden (100.000 Euro und mehr) mit einer Versicherung hatte, ist er eingeladen, über den folgendem Link ein paar Infos zu hinterlassen.
Weiterführende Links
Mein Interview auf YouTube:
Bis später.
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