Blaupause: Wie Besitz unbezahlbar gemacht wird - und wem das nützt.
Vor ein paar Tagen habe ich eine Doku angeschaut, in der drei Stunden lang von verschiedenen großen Firmen in Sachen Computer und Computerzubehör ein ziemlich düsteres Bild gezeichnet wurde, in Bezug auf deren Zustand in der Branche. Ich fand das sehr bemerkenswert, weil ich hab’s selber auch schon gemerkt, dass sich da was getan hat, und nicht zum Guten.

Vor ein paar Tagen habe ich eine Doku angeschaut, in der drei Stunden lang von verschiedenen großen Firmen in Sachen Computer und Computerzubehör ein ziemlich düsteres Bild gezeichnet wurde, in Bezug auf deren Zustand in der Branche. Ich fand das sehr bemerkenswert, weil ich hab’s selber auch schon gemerkt, dass sich da was getan hat, und nicht zum Guten.
Ich habe damals für meine PC-Workstation rund 2.500 Euro ausgegeben, und wenn ich die jetzt upgraden würde, auf ein ähnliches Maß wie damals in Bezug auf die Positionierung in Sachen Technik, dann müsste ich jetzt 5.300 Euro ausgeben dafür. Und das liegt daran, dass bestimmte Komponenten einfach teurer geworden sind, zum Teil auch, weil sie natürlich jetzt für KI-Zwecke verwendet werden und alles aufgekauft wird am Markt, um die Data-Center zu bauen.
Keiner von den Firmen hatte ein gutes Gefühl für das, was passiert. Es war auch nur eine einzige Firma, die einen Lichtstreif am Horizont gesehen hat. Alle anderen waren völlig ratlos und wussten nicht, was sie machen sollen. Und das betrifft nicht nur die PC-Hersteller an sich, sondern auch die ganzen Zubehör-Lieferanten.
Auslöser war nicht nur dieser KI-Boom, sondern eben auch die Tatsache, dass Trump mit diesen Zöllen um sich geworfen hat, was zwischenzeitlich vom obersten Gerichtshof als illegal herausgestellt wurde, und dieses Geld muss ja jetzt zurückbezahlt werden. Allerdings weiß noch gar keiner, wie das dann tatsächlich laufen soll: ein Riesenchaos.
Während ich allerdings die Doku angeschaut habe, ist mir etwas anderes aufgefallen. Und das hängt mit dem Satz vom World Economic Forum zusammen:
"Du wirst nichts besitzen, und wirst glücklich sein."
Denn was wir hier eigentlich sehen, ist eine Blaupause, eine Anleitung sozusagen, wie man uns in diesen Zustand bringen kann.
Wenn man eines aus der Personal Computer Krise lernen kann, dann das:
Alles, was man in einer Branche tun muss, ist, ein oder zwei Kernkomponenten nicht verfügbar zu halten oder extrem teuer zu machen. Denn was jetzt in der Computerbranche passieren wird in den nächsten zwei Jahren, ist, dass einige der kleineren Firmen das nicht überleben werden. Was bleibt, sind die Großen, wie immer, die sich dann in dieser Situation in eine Monopol-ähnliche Stellung bringen und dann die hohen Preise auch weiter diktieren können. Und mangels Konkurrenz haben sie dann natürlich auch die Möglichkeit, das zu tun.
Mit anderen Worten: Wenn man den Zustand in einer Bevölkerung erreichen möchte, bei dem die Leute sagen: „Ich kann mir das nicht leisten, ich kann das nicht kaufen“, dann müsste man insgesamt dafür sorgen, dass die Lebenshaltungskosten so hoch sind, dass sie sich’s tatsächlich nicht mehr leisten können. Dann müsste man bestimmte Komponenten von einer Branche so teuer machen, dass sie das Gesamtprodukt einfach unerschwinglich machen. Und wenn es ein Produkt ist, das die Menschen allerdings brauchen, zum Beispiel zum Arbeiten, dann werden sie bereit sein, etwas zu mieten. Und dann gehört’s ihnen nicht.
Im Zusammenhang mit der AI ist noch ein zweiter Aspekt ganz wichtig. Wir werden in eine Richtung gehen von dem, was ich bis jetzt so beobachte, wo wesentliche Dinge, die mit dem Internet zu tun haben, tatsächlich überwiegend zu einem sehr, sehr großen Teil nicht mehr an PCs oder Laptops oder Tablets passieren, sondern tatsächlich mit unserem Mobiltelefon. Denn es entwickelt sich alles in die Richtung, dass wir mit einer KI, mit elektronischen Helfern, sogenannten Agents, kommunizieren werden, mit Sprache. Wer Gemini kennt oder die Sprachfunktionen von ChatGPT schon benutzt hat, der weiß, wovon ich spreche. Aber die Tendenz wird immer stärker.
Das große Problem ist, wenn wir wieder davon sprechen, du wirst nichts besitzen, aber glücklich sein, dass alles, was unser Gerät dann nach draußen verlässt, also im Prinzip unser gesamtes Leben, in einen Kanal geht, auf den wir null Einfluss haben: Wer mitliest, wer mithört, wer mitschreibt, wo die Daten gespeichert werden, wie sicher die Daten gespeichert werden – das alles haben wir nicht mehr in der Hand. Und wenn wir dann noch die Zensurbemühungen sehen und Digital ID und Social Credits System, dann wird jetzt hier gerade etwas geschaffen, was unsere Freiheit ernsthaft gefährdet, genauso wie natürlich die Demokratie.
Denn wenn wir – und da kann ich aus eigener Erfahrung mit meinem gesperrten Facebook-Konto reden – wenn wir unangenehm auffallen und deswegen aus dem Spiel genommen werden, egal ob legal oder nicht, das interessiert die Konzerne dann nicht, dann nehmen wir am Leben so nicht mehr teil.
Und natürlich kann man ein oder zwei Handys haben oder drei, und vielleicht kann sich ja tatsächlich noch jemand einen Computer leisten für ein paar tausend Euro. Aber das alles ist abschaltbar.
Was ich mit dem Artikel machen möchte, ist, auf dieses Grundproblem hinzuweisen und alle dazu einzuladen, mal ganz genau hinzuschauen, wo in den nächsten Wochen/Monaten/vielleicht auch Jahren in welchen Branchen einzelne extrem wichtige Bestandteile entweder nicht mehr verfügbar sind oder extrem teuer werden. Und wenn dann das Grundprodukt eigentlich früher mal gekauft wurde, aber ab dem Zeitpunkt, weil’s so teuer ist und weil’s so wichtig ist, das es gemietet wird. Wenn das bis 2030 dann tatsächlich umgesetzt wird, dann haben das World Economic Forum und seine Gespenster gewonnen.
Jetzt kennen wir den Weg, wie sie es erreichen können.
Bis später.
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