Analysen

5 Jahre 18.11.2020

Fünf Jahre nach den Protesten vor dem Bundestag denke ich noch immer an die Wasserwerfer am 18. November 2020. Und an die Worte, mit denen Presse und Politik die Demonstranten aus meiner Sicht diffamierten. Was sagt dieser Tag über unseren Umgang mit Widerspruch?

Zwei mit „Polizei“ beschriftete Wasserwerfer spritzen Wasser auf eine dicht gedrängte Menschenmenge in Winterkleidung. Im Hintergrund steht ein Gebäude mit Glaskuppel und deutschen Flaggen.
Symbolbild erstellt mit KI-Werkzeug

Heute ist es fünf Jahre her, dass sich tausende Menschen in Sorge vor den geplanten Änderungen im Infektionsschutzgesetz vor dem Bundestag in friedlichen Protest versammelt hatten.

Die Berliner Polizei fuhr mit zwei Wasserwerfern vor und - wie es im Fachjargon heisst - "beregnete" die Demonstranten an diesem kalten Tag.

Widersinnig, wenn es um die Vermeidung von Atemwegsinfektionen geht oder die geforderten Masken vollkommen durchnässt wurden.

Sowohl die Presse als auch die Politiker diffamierten diese Menschen, ja schlimmer noch, es war die Rede davon, dass man Frauen und Kinder als Schutzschilde vor der Polizei missbraucht habe.

Wer diese Sprache wiedererkennt stellt fest, dass man diese Demonstranten damit sogar indirekt in die Nähe von Terroristen gerückt hat, denen man das historisch gesehen bereits mehrfach vorgeworfen hat.

Es war für mich einer der schwärzesten Tage während der Corona-Krise und definitiv auch ein schwarzer Tag für die Demokratie.

Bis später.

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